Über das Buch:
ERBWÜRDE
"Die großen Kirchen gleichen heute Kathedralen, deren Fundamente durch die Erosion der Unredlichkeit ausgehöhlt wurden. Während die Mauern noch stehen und die Glocken rufen, ist Ihr Geist weitgehend aus den Hallen gewichen. Was bleibt, ist eine Dissonanz zwischen der christlichen Heilsbotschaft und machtpolitischer Verwaltung, die den Menschen in einer permanenten geistigen Unmündigkeit hält."
(aus: Erbwürde)
Die christlichen Institutionen stehen vor dem Trümmerhaufen ihrer Glaubwürdigkeit. Der Grund ist keine Managementkrise, sondern eine 1600-jährige theologische Fehlkonstruktion: Das Dogma der Erbsünde – ein Gottesbild, das auf Vergeltung, Sühneopfer und der Entmündigung des Individuums beruht.
Dieses Buch vollzieht den radikalen Abbruch dieser Angst-Psychologie und ersetzt das Dogma der Schuld durch das Fundament der Erbwürde. Es liefert die theologische Antwort auf die existenzielle Sinnsuche unserer Zeit und begründet ein Christentum auf der Basis bürgerlicher Autonomie. Es ist die intellektuelle Behausung für jene Souveräne, die das Sakrale des Christlichen retten wollen, indem sie das Despotische abweisen.
Das Werk verschränkt die dekonstruktive Analyse mit biographischer Resonanz im Stilmittel der Doppelten Helix. In 20 Teilen treten große Souveräne der Geistesgeschichte als Zeugen ihres autonomen Glaubens auf:
- Grenzgänger der Vernunft: Von Max Planck bis Viktor Frankl – über die Schnittstelle von Wissenschaft, Sinnfindung und einem Schöpfergott jenseits des Kadavergehorsams.
- Rebellen des Gewissens: Von Ignaz von Döllinger bis Hans Küng – über den redlichen Widerstand gegen die institutionelle Unfehlbarkeit.
- Architekten der Zivilcourage: Von Henry Dunant bis Elsa Brändström – über ein Christsein, das sich in der bürgerlichen Tat und in souveräner Disziplin bewährt.
Das Buch adressiert Millionen freie Christen, die die Institution verlassen haben, um nach einer neuen spirituellen Statik zu suchen. Dieses Werk bietet ihnen das Fundament für ein Leben aus dem Glauben ohne Kirche – in Würde und Freiheit.
"Gottesebenbildlich zu sein bedeutet, so zu handeln, wie Gott handeln würde, wenn er an unserer Stelle wäre." (aus: Erbwürde)